Mit dem Wohnmobil in den Bergen Französisch-Kataloniens zwischen Dachs und Fuchs, Orchideen und alten RuinenTeil 15 von 17: Überwintern mit dem Wohnmobil in Spanien und Portugal im Winter 2025/2026 Dachs, Fuchs, Kaninchen und Reh besuchen uns in den Nächten am Fort de Bellegarde in den Pyrenäen und am Castell de Salvaterra oberhalb von Perpignan. Orchideen und viele andere blühende Gewächse bringen Farbe in die Natur und weißer Schnee leuchtet von den Gipfeln der Berge. Ganz schön viel Abwechslung bieten uns die ersten Tage in Frankreich. 16. bis 18.03. ( Castellfollit de la Roca / Spanien - Prats de Mollo / Frankreich ) - Fort de Bellegarde 114 kmAls ersten Übernachtungsplatz in Frankreich haben wir einen Parkplatz unterhalb des Fort de Bellegarde bei Le Perthus geplant.
Er bietet eine phantastische Aussicht auf das Canigou-Massiv mit dem 2.785 m hohen Gipfel.
Hinter der ehemaligen Autobahn-Zollstation an der spanisch-französischen Grenze sieht man die "Pyramide von Perthus". Sie wurde 1974 bis 1976 als Kunstwerk im Auftrag der Autobahngesellschaft erstellt. Dies beeindruckende Bauwerk ist weder vom Autobahnparkplatz noch auf anderem Wege zugänglich.
Nachdem wir einige Stunden die schöne Aussicht genossen haben, fahren wir auf einer sehr schmalen Straße zum Glück ohne Gegenverkehr auf einen kleinen Parkplatz am Col de Panissars auf 340 m Höhe. Auf dem ersten Parkplatz würde uns nicht vor 11 Uhr die Sonne erreichen.
Umgeben von Korkeichen und verschiedenen blühenden Pflanzen bleiben wir hier zwei Tage und freuen uns über die Ruhe und den schönen Abendhimmel.
Gegenüber des Parkplatzes liegt ein Soldatenfriedhof des Fort de Bellegarde, der von 1719 bis 1914 genutzt wurde.
Dreihundert Meter von unserem Parkplatz entfernt befindet sich die Ausgrabung der Pompejus-Trophäe. Diese ließ der römische Feldherr und Politiker zu seinen eigenen Ehren 71 v. Chr. an der Schnittstellen der Römerstraßen Via Augusta und Via Domitia erbauen.
Die Spuren der Wagenräder sind in der Via Domitia deutlich zu erkennen, auf diesem Foto markiert.
Um das Jahr 500 wurde das Denkmal abgerissen. 1011 errichteten Mönche auf den Resten eine Kirche. Diese wurde im 17. Jahrhundert aufgegeben und die Steine teilweise für den Bau des Fort de Bellegarde verwendet.
Die Grenze zwischen Frankreich und Spanien verläuft durch die Ruinen, markiert durch Grenzstein 567.
Von der Ruine und vom Friedhof aus sieht man die Supermärkte von La Jonquera an der Autobahn.
Google Maps zeigt von dort bis zum Parkplatz am Soldatenfriedhof einen Weg von 4,9 km Länge. Fahrt den bloß nicht, auch nicht mit einem Allrad-Sprinter!
Während unseres Aufenthalts am Col de Panissars sind nachts die Wildkameras erfolgreich im Einsatz. Kaninchen und Reh lassen sich beim Fressen filmen und fotografieren.
Zum Abschied vom spanisch-französischen Grenzgebiet besichtigen wir noch das Fort de Bellegarde. Von einem kleinen Parkplatz an einem Nebeneingang haben wir freie Sicht auf das Canigou-Massiv, unseren Aufenthaltsplatz der beiden letzten Tage am Soldatenfriedhof und die Ruinen der Pompejus-Trophäe mit dem Grenzstein mitten drin.
Südlich des Forts liegen die Ruinen von Kasernen.
Das Fort umrunden wir außen und folgen dem Wegweiser für "Visiteurs".
Auf dem Weg zur Brücke stehen wir plötzlich einer mit Hörnern bewaffneten Wachmannschaft gegenüber.
Nach einigen Streicheleinheiten wird uns erlaubt, bis zum verschlossenen Tor zu gehen. Die Wächter 20005 und 20014 begleiten uns dabei und passen auf, dass wir nicht das Schloss aufbrechen :-)
Nach einem Blick über die Burgmauer auf das weiße Canigou-Massiv setzen wir unsere Reise in Richtung Heimat fort.
18. bis 20.03. Fort de Bellegarde - Opoul-Perillos / Salvaterra 61 kmUnser nächstes Ziel ist der Parkplatz unterhalb der Ruinen des Castell de Salvaterra.
Auch von hier haben wir die Pyrenäen mit dem Massiv de Canigou im Blick.
Auch über das Mittelmeer bis zum Cap de Creus können wir schauen, allerdings fehlt wie so oft am Meer die klare Sicht.
In unserer Umgebung blühen Orchideen und wilde Narzissen.
Bei Dunkelheit leuchten die Lichter Perpignans unter uns ...
... bis sie durch den Sonnenaufgang "gelöscht" werden.
Gaby möchte hoch hinaus und kämpft sich über den schwer begehbaren steilen Geröllweg hoch zur Ruine.
Nachtleben am CampingbusIn der Nähe unseres Parkplatzes am Castell de Salvaterra gibt es einige Wege, die auf Dachse hindeuten. In der ersten Nacht kommt nur ein Dachs vorbei und ist anscheinend durch das Stativ an seinem Weg irritiert.
In der zweiten Nacht wähle ich einen anderen Standort an dem drei Pfade aus dem Gebüsch zusammentreffen. Um 19:43 schickt ein Fuchs die erste Push-Nachricht mit Fotos und Video aufs Tablet, vielen Dank!
Bevor wir schlafen gehen schickt ein Dachs weitere Meldungen.
Nach einem zweiten Sonnenaufgang setzen wir unsere Reise fort, etwas näher ans Mittelmeer.
Hier geht es zum nächsten Teil dieses Reiseberichtes.
Hier geht es zur Gesamtübersicht dieses Reiseberichtes.
Auf Facebook berichten wir während unserer Reisen fast täglich "live" mit Fotos und Angabe des Standorts. Bei Interesse bitte auf meiner Facebookseite auf "Folgen" klicken.
|