Mit dem Wohnmobil unterwegs an den Seen und in den Wäldern Värmlands und DalarnasTeil 2 von x: Reise mit dem Wohnmobil durch Skandinavien vom 20.07. bis xx.xx.2026 Solange das Wetter dafür ideal ist und uns keine Mücken quälen wollen wir "Natur pur" genießen und möglichst die Tiere der Wildnis vor die Kamera bekommen. Das gelingt uns mit Dachsen und einem Fuchs schon ganz gut, Elche folgen im nächsten Bericht. Das Wetter ist überwiegend phantastisch, im Unterschied zu unserer letzten heißen Sommerreise diesmal mit Wohlfühltemperaturen um 20 Grad für uns perfekt und Seen, Himmel und Wälder zeigen sich in den schönsten Farbtönen. Als besonderen Höhepunkt gibt es zum Ende des Zeitraums der Sichtbarkeit noch "das Nordlicht des Sommers", Leuchtende Nachtwolken. 27. bis 29.07. Großer Elchsee / Värmland - Filipstad - Wendeschleife Gustavsfors 113 kmMontagmorgen verlassen wir den Platz am Großen Elchsee und nutzen zunächst die Zivilisation in Filipstad um einzukaufen sowie Diesel und Wasser zu tanken.
Bei der Durchfahrt fallen uns einige Wandbilder auf, eins davon wird vom Straßenrand fotografiert.
Dann geht´s wieder in die Wildnis, diesmal in die Nähe von Gustavsfors.
Hier treffen wir uns wieder mit Mutter und 12jährigem Sohn aus Amsterdam. Die beiden hatten wir am Großen Elchsee kennengelernt. Sie streifen mit einem Fiat Panda über die Schotterwege Schwedens, um wilde Tiere zu sehen. Mal übernachten sie im Auto, mal im Zelt und sind entsprechend ausgerüstet. Im Gegensatz zu uns haben sie gerade die ersten Elche ganz in der Nähe erblickt. Wir übernachten zu viert auf dem Platz im Wald und warten auf tierischen Besuch. Menschen lassen sich hier erwartungsgemäß nicht blicken.
In der Nähe haben Jäger offenbar einen oder mehrere Elche zerlegt.
Davon ist nichts für uns Verwertbares übrig geblieben :-)
Wir gönnen uns als Abendessen eine schwedische Krabbenspezialität - passt nicht so ganz zum Standort, gab es aber in Filipstad .
Wir sehen Fußspuren von Elchen und anderen Tieren in der Nähe unseres Platzes.
Ein kleiner Elch in der Ferne und Schreie in der Nacht Wer meint, hier in der Wildnis herrscht Totenstille, wird sich vor allem nachts wundern. Auf dem Video sieht man ganz weit hinten links einen kleinen Elch. Vor allem aber HÖRT man viele nächtliche Geräusche des Waldes. Video Kleiner Elch in der Ferne und nächtliche Schreie im Wald
Der größte "Jagderfolg" der Wildkameras ist ein Dachs direkt vor einer Kamera. Einen Pfad im Gebüsch hatte ich richtig als Dachsstraße erkannt.
Video Dachs direkt vor der Kamera
29. bis 31.07. Wendeschleife Gustavsfors - Nainsdammen 29 kmWir bleiben in der Nähe von Gustavsfors am See Naren. Hier fahren wir auf einen in Park4Night genannten Platz. Zunächst sind wir allein, zur Nacht wie zu erwarten von zwei Campingbussen "umzingelt". In der zweiten Nacht bekommen wir erst nach Einbruch der Dunkelheit kurz vor Mitternacht noch Nachbarn.
Um uns herum blüht und fruchtet es - vom Strauch in die Hand in den Mund :-)
31.07. bis 02.08. Nainsdammen - Äppelbo 65 kmDalarna ist wunderbar :-) Am Freitag überqueren wir die Grenze vom Värmland nach Dalarna und kurven durch die Gemeinde Äppelbo. Wir gucken hier und gucken da und bleiben dort, wo es uns nach einem sehr schmalen Zufahrtsweg besonders gut gefällt. Passt kein Dickschiff durch :-) Die blühende Natur am Tag und der Himmel in der Nacht bieten hier in Dalarna am 60. Breitengrad wunderschöne Fotomotive.
Zitronenfalter auf Teufelsabbiss
Zum Ende der Beobachtungszeit im Sommer zeigen sich nochmal Leuchtende Nachtwolken, das "Nordlicht des Sommers".
Zeitrafferaufnahme 1 Bild/ Minute von 23:30 Uhr bis 03:20 Uhr (Akku leer), Zeitraffervideo Wiedergabe 12 Bilder/Sekunde Zeitraffervideo Leuchtende Nachtwolken
See- und Teichrosen
02./03.08. Äppelbo - Bahnlinie Nähe Säxen 58 kmDachs und Fuchs auf Gleisen Unser erstes Ziel am Sonntag ist ein Platz am See Säxen. Der steht auch in P4N. Wir hatten zwar Campingbusse, aber keine Motorrad-Camper-Gruppe erwartet. Jedenfalls haben die keine Probleme mit dem schmalen Zufahrtsweg, den man im Video sieht :-) Video Anfahrt zum P4N-Platz am Säxen
Direkt hinter dem Platz verläuft eine stillgelegte Bahnlinie. Die Bahnlinie wird im Winter als Scooterstrecke genutzt.
Die aufgegebene Bahnlinie ist unser eigentliches Ziel des Tages. In der Nähe des "Zeltplatzes" und der Gleise finden wir einen ehemaligen Holzlagerplatz, so wie es tausende (zigtausende?) in Skandinaviens Wäldern gibt.
Wir finden Fußspuren und Kot von Elchen, allerdings sehr alt.
Wesentlich "frischer", nämlich täglich benutzt, sieht ein schmaler Pfad auf dem Bahndamm aus. Der deutet auf Dachse und Füchse hin. Das waren unsere Gedanken bei der Zielauswahl: Freie Sicht auf kreuzende Tiere und der ehemalige Bahndamm als Hauptverkehrstraße für Wildtiere.
Kameras aufgestellt und um 21:42 piepst der Alarm auf dem Tablet - ein Dachs hat ihn ausgelöst. Er läuft zwar in die Richtung unseres Platzes, ist aber wohl vorher abgebogen. "In echt" können wir ihn nicht sehen.
Gegen ein Uhr aktiviert er nochmal die Kamera, die Bildqualität ist allerdings nicht zur Veröffentlichung geeignet. Beim Fuchs eigentlich auch nicht, die Kamera hat zu spät ausgelöst. Aber ein Fuchs auf dem Gleis ist auch mit halbem Kopf sehenswert, finde ich.
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