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Mit dem Wohnmobil durch Norddeutschland in die dänische Südsee im Mai 2011 - Teil 1 von 4

Lüneburg und Hamburg

Zwei Wochen verbringen wir im Mai 2011 in Deutschlands Norden und auf der dänischen Insel Alsen in Südjütland. Die Anreise nach Dänemark nutzen wir zur Stadtbesichtigung von Lüneburg und für Treffen mit Bekannten in Hamburg und Travemünde.

Der Wohnmobil-Stellplatz in Lüneburg wird im Reisemobil International Bordatlas Deutschland und im promobil Stellplatz-Atlas Deutschland beschrieben. Er befindet sich in ruhiger Lage im Grünen wenige Minuten Fußweg vom Stadtzentrum entfernt direkt am Festplatz. Man sollte sich allerdings vorher informieren, ob es auf dem Festplatz Veranstaltungen wie eine Kirmes gibt - dann ist es nix mit "ruhiger Lage".

Bevor wir zur Stadtbesichtigung starten ist die Natur dran. Überquert man den Festplatz erreicht man das Naturschutzgebiet "Kalkberg" mit abwechslungsreicher Flora und Fauna ...

... und schönen Ausblicken. Vom höchsten Aussichtspunkt des Kalkberges hat man einen tollen Blick über die Dächer von Lüneburg mit allen Kirchtürmen und dem Wasserturm - leider hatte ich in dem Moment keine Kamera dabei.

Geht man über den Festplatz an den PKW-Parkplätzen vorbei in Richtung Innenstadt erreicht man nach etwa 2 Minuten die Straße "Am Sülzwall". Hier links abbiegen und dann die nächste Gasse rechts führt der Weg zur Michaliskirche und zu hübschen Altstadtgassen. Aber vorher ist es auf diesem Weg unvermeidlich, die "Schaufenster" mit einigen spärlich bekleideten Damen zu passieren, die hier schon am frühen Nachmittag auf Kunden warten.

Danach erreicht man schöne Gassen mit roten Backstein-Fachwerkhäusern auf dem Weg zur Michaeliskirche und von dort zum Stadtzentrum.

In der Stadtmitte ist das Rathaus nicht zu verfehlen. Von hier gehen wir in östlicher Richtung ...

... zur Ilmenau mit dem alten Hafen ...

... und weiteren schönen Häusern.

Als nächstes steht ein Treffen mit Jürgen und Kerstin in Hamburg auf unserem "Programm". Vorher wollen wir aber noch eine Attraktion Hamburgs besuchen, die auf dem Besuchsplan vieler Hamburgtouristen fehlt.

Erst nach den Fotos und weiteren Informationen verraten wir das genaue Ziel unserer "Fahrt durchs Grüne Hamburg".

17 Kilometer Autostraßen sowie 2 Buslinien mit über 20 Haltestellen erschließen Hamburgs größte Grünanlage mit einer Fläche von 391 Hektar. Man kann fast überall am Straßenrand parken sowie auf ausgewiesenen Parkplätzen - allerdings nicht nachts, denn dann wird diese Anlage gesperrt.

Wieviel hundert Kilometer Rad- und Fußwege es hier wohl gibt, die durch die Parklandschaft mit 450 verschiedenen Laub- und Nadelgehölzen ...

... an etlichen Teichen vorbei führen?

Auch einen Naturlehrpfad gibt es mit einer Vielzahl an Informationen.

Zum Schluß der Erkundungstour kann man das erworbene Wissen testen, z.B. hier versuchen, 10 Baumarten aufgrund der Stämme bzw. Rinde zu erkennen.

Auf diesem Bild deutet es sich an: Wir sind auf einem Friedhof! Aber es ist nicht irgendein Friedhof sondern laut Informationsblatt mit Wegeplan der größte Parkfriedhof der Welt - der Friedhof Ohlsdorf. Am Haupteingang an der Fuhlsbüttler Straße gibt es ein Informationszentrum mit kostenlosen Informationsheften incl. Wegeplan - ohne den ist man völlig hilflos.

Zu einem Friedhof gehören Kapellen wie hier die Nummer 3 an der Oberstraße. Insgesamt gibt es 13 Kapellen ...

... und zu jeder eine Informationstafel.

Und natürlich gibt es auch auf diesem Friedhof Grabmale - laut Info-Heft 320.000 aus unterschiedlichen Epochen ...

... in den unterschiedlichsten Ausführungen ...

... und Darstellungen.

Eine eigene Informationsschrift widmet sich den "Prominentengräbern" auf dem Friedhof Ohlsdorf mit einem speziellen Lageplan dafür. Unter anderem wurden hier Helmut Zacharias, Ida Ehre, Gustaf Gründgens und Hans Albers begraben.

Wir besuchen unter anderem die Gräber von Heinz Erhardt ...

... und Loki Schmidt, der im Oktober 2010 verstorbenen Ehefrau des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt.

Übernachten mit dem Wohnmobil in Hamburg - ein heikles und viel diskutiertes Thema:

Aufgrund der Besuche bei unseren Bekannten haben wir inzwischen einige Nächte mit dem Wohnmobil in Hamburg verbracht. Die offiziellen Wohnmobil-Stellplätze in Hamburg-Wilhelmsburg "in der Nähe der Süderelbebrücke und einer tags und nachts viel befahrenen Eisenbahnbrücke" (Reisemobil International Bordatlas Deutschland) und auf dem Betriebshof der roten Doppeldeckerbusse "Zentrumsnahe Lage, daher Verkehrskulisse und S-Bahn hörbar" (promobil Stellplatz-Atlas Deutschland) haben wir geräuschempfindlichen Wohnmobilisten noch nie besucht. Fast immer konnten wir relativ ruhig schlafen - "Friedhofsstille" wird man im Zentrum Hamburgs wohl kaum finden.

Aber es gibt viele Anwohnerstraßen mit Parkstreifen ohne Durchgangsverkehr, Sport- und Grünanlagen ...

... sowie Straßen mit Bürogebäuden, in denen es zumindest von Samstagnachmittag bis Montagmorgen wenig Verkehr gibt. Wir werden hier keine konkreten Straßen nennen aber den Rat geben, Google Maps und Street View zu nutzen, um vor der Abfahrt einige vielleicht geeignete Straßen aufzuspüren und dann vor Ort auf die Suche zu gehen/fahren. Öffentliche Verkehrsmittel für den innerstädtischen Verkehr sind fast immer innerhalb weniger Minuten zu erreichen.

Hier der 2. Teil dieses Reiseberichtes nach Travemünde und durch die Holsteinische Schweiz zum Nordostseekanal.

Teil 3: Die dänische Ostsee-Insel Alsen für Entdecker, Naturfreunde, Historiker, Wassersportler, Wanderer, Radfahrer, ...

Teil 4: Flensburg - Husum - Rendsburg am Nordostseekanal - Hollern-Twielenfleth an der Elbe

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