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Hochwasser im Guadiana-Tal / Alqueva-Stausee und unsere Flucht vor Regen und Sturm im Alentejo und im Westen Andalusiens

Teil 6 von x: Überwintern mit dem Wohnmobil in Spanien und Portugal im Winter 2025/2026

Schwerpunkt dieser Seite ist der Bericht über das Hochwasser im Rio Guadiana und im Alqueva-Stausee aufgrund der lang anhaltenden heftigen Regenfälle. Besonders betroffen ist in Pomarão / Portugal das Restaurant Café do Cais, seit über 10 Jahren unser Lieblingsrestaurant in der Region. Fassungslos erleben wir mit, wie es 24 Stunden nach unserem letzten Mittagessen unter Wasser steht.

Sturmwarnungen mit Böen bis 110 km/h treiben uns zweimal zurück auf den windgeschützten Platz in Puebla de Guzman / Spanien. Da keine Wetterbesserung in Sicht ist beschließen wir, nach einem Besuch des randvollen Alqueva-Stausees und einer Übernachtung in Monsaraz aus dem Südwesten der iberischen Halbinsel in den Nordosten zu fahren.

03. bis 05.02. (Puebla de Guzman / Ermita Virgen de la Peña - Ermita de Nuestra Señora de Piedras Albas) - Pomarão - Puebla de Guzman / Wohnmobil-Stellplatz 97 km

Zunächst der Bericht von unserer Fahrt nach Pomarão, unserem letzten Besuch im Café do Cais vor der Überschwemmung und der unfreiwilligen Rückkehr nach Puebla de Guzman

Von der Wallfahrtskirche bei Villanueva de los Castillejos fahren wir am 3. Februar über den ehemaligen Bergbauort El Granado wieder nach Pomarão.




Bei der Anfahrt sehen wir schon von der spanischen Seite der Grenze die Lücke vor dem gelben Campingbus - perfekt für uns! Aber wo sind die Gärten unterhalb der Straße?


Am Ende der Straße sieht oben alles so aus, wie wir es zwei Tage vorher verlassen haben.


Aber die Gärten unterhalb sind überflutet.



So sah der Garten mit den Orangenbäumchen am 31. Januar aus.


Den nächsten Sturm- und Regentag wollen wir hier aussitzen. Kurz nachdem ich die Fotos gemacht habe, fordert die Polizei alle Wohnmobilisten auf, wegen der Hochwassergefahr den Ort zu verlassen.

An einen Haus zeigt man uns die Schilder mit den Hochwasser-Ständen von 1947 und 1997. 2002 wurde mit dem Alqueva-Stausee einer der größten Europas in Betrieb genommen. Aufgrund der Regulierungsmöglichkeiten sollte es keine extreme Hochwassergefahr für die Orte zwischen Alqueva und der Mündung bei Ayamonte/ Vila Real de Santo António mehr geben. Aber jetzt doch?


Links die Schilder am Haus


Obwohl die Gärten schon überflutet sind, steht das Wasser noch nicht auf dem Parkplatz und die Straße liegt ja noch einige Meter darüber. Kann es wirklich so hoch steigen, trotz Regulierung durch den riesigen Alqueva-Stausee?


Natürlich beachten wir den "Räumungsbefehl". Vorher wollen wir aber unbedingt noch Elena kennenlernen. Bei unserem Besuch Ende Januar war nur Hugo im Restaurant Café do Cais und erzählte uns die faszinierende Biographie der beiden.

Hugo ist in Lissabon aufgewachsen und letztlich beruflich auf der dänischen Insel Samsø "gelandet". Hier hat er ca. 10 Jahre in der Gastronomie gearbeitet und bei der Gelegenheit die Griechin Elena kennengelernt.

Von ihr erfahren wir, dass sie einen deutschen Großvater hat. Sie ist aber in Griechenland aufgewachsen und hat leider nicht deutsch gelernt.

Vor zweieinhalb Jahren wurde ihr Kind geboren und sie beschließen, sich aufgrund ihrer langjährigen Berufserfahrung in der Gastronomie in Hugos Heimat selbständig zu machen.

Sie entdecken das Angebot für das Café do Cais von Fatima und übernehmen es im Mai 2024. Beide sind unglaubig nett und alle Gerichte schmecken sehr lecker - so wie wir es seit 2014 von Fatima und dem verstorbenen Humberto gewohnt waren.



Die Terrasse bei unserem Besuch Ende Januar


Carne de porco alentejana – DAS typische Alentejo-Gericht Schweinefleisch mit Muscheln


Schweinebäckchen


Schweinenacken


Da wir nicht in Pomarão bleiben können, wollen wir den für den 4. Februar angekündigten Sturm- und Regentag auf dem Wohnmobilstellplatz in Puebla de Guzmán verbringen. Eine Felswand schützt vor den starken Böen aus Westen und wir stehen sicher vor Überschwemmungen auf festem Untergrund mit Blick auf den Ort.




05./06.02. Puebla de Guzman - San Bartolomé de la Torre 31 km

Am 5. Februar soll es sonnig und trocken sein. Wir fahren auf den Parkplatz am Parque Maria Luisa in San Bartolomé de la Torre. Da hindern uns zwar Schlösser und Ketten am Betreten aber wir freuen uns an den Blüten auf dem großen Picknickplatz gegenüber des Parks.

Über Facebook verfolgen wir die dramatischen Berichte über das Hochwasser des Guadiana und die Überflutung des Restaurants Café do Cais.







06. bis 08.02. San Bartolomé de la Torre - Pomarão - Puebla de Guzman 86 km

Sturmwarnung 90 bis 110 km/h und Dauerregen am Samstag

In San Bartolomé erreicht uns die nächste Unwetterwarnung für Samstag: Dauerregen mit 20 bis 50 L/qm und Sturmböen bis 90 km/h, auf den Bergen bis 110 km/h! Also fahren wir mit einem Umweg über Pomarão zurück nach Puebla de Guzmán auf den sicheren Stellplatz.


Bilder vom Hochwasser im Rio Guadiana und Embalse del Chanza an der portugiesisch-spanischen Grenze

Am schlimmsten getroffen hat es in Pomarão das Restaurant "Café do Cais". Das Wasser hat zwar die Straße erreicht, außer dem Café do Cais wurden aber unseres Wissens keine Gebäude beschädigt. Allerdings wurden alle Gärten der Dorfbewohner komplett überflutet.

Die Entwicklung des Hochwassers am Beispiel des Café do Cais

Die Straße zum Bootsanleger bei unserem Besuch am 31. Januar.


Unser Besuch im Café do Cais mit Erinnerungsfoto am 3. Februar


Polizei-Einsatz am Anleger während unseres Besuchs und Info über die Entfernung der Wohnmobile am 3. Februar


Während unseres Mittagessens beobachten wir von der Terrasse des Restaurants einen Polizeieinsatz. Am Tag vorher hat jemand mit dem Boot am Anleger festgemacht und weigert sich, dem Rat der Dorfbewohner zu folgen und schnellstens einen sichereren Hafen flussabwärts in Sanlucar oder Alcoutim aufzusuchen.


Die Polizei bringt ihn gegen seinen Willen von Bord. Er folgt nach langer Diskussion ihren Anweisungen - ohne Tasche mit Bekleidung oder sonst irgendwas.


Das Boot bleibt zunächst zurück. Polizei und die inzwischen hinzu gerufene Feuerwehr diskutieren während unserer Abfahrt über das weitere Vorgehen. Wenn sich das Boot losreißt, ist es eine Gefahr für alle anderen Boote flussabwärts.


Foto von José Rodrigues am 4. Februar


Foto von Katherine vom 4. Februar 2026 vom Hügel gegenüber. Sie wohnt dort im Dorf Mesquita. Nur der obere Teil der Terrasse des Café do Cais liegt über der Wasserlinie. Von dort hatten wir am Tag vorher beim Mittagessen die Polizeiaktion beobachtet.


Bild von unserer Anfahrt aus El Granado in Andalusien am 3. Februar: Wie auf dem Foto von Katherine sieht man, wie das Wasser aus dem Stausee Embalse de Chanza auf der spanischen Seite der Grenze schießt. Das sieht nicht nach dem von den Medien gemeldeten "kontrollierten Ablassen" aus. Der Stausee ist voll und fließt über.


Foto von José Rodrigues am 5. Februar - Terrasse, Gastraum und Küche des Café do Cais stehen unter Wasser


Café do Cais bei unserem Besuch am 6. Februar 2026 - Schlamm auf der Terrasse, das Wasser ist etwas zurück gegangen.


Blick auf den Wohnmobil-Parkplatz am 23. Februar 2014 bei einem unseren ersten Besuche von Pomarão


Blick auf den Parkplatz am 6. Februar 2026, nach dem das Wasser vom Höchststand bereits ca. eineinhalb Meter gefallen ist.



Blick auf die Straße bei unserer Ankunft am 30. Januar - die Polizei hatte die Wohnmobilisten wegen der Hochwassergefahr aufgefordert, vom tiefergelegenen Parkplatz an die Straßenränder zu fahren.


Der Blick auf die "Park-Straße" von oben am 6. Februar.


Man sieht, wie hoch das Treibgut angespült wurde. Da wollten wir eigentlich die Sturm- und Regentage aussitzen.


Das Wetter und die Folgen für unsere Reiseplanung

Seit unserer Ankunft in Spanien Anfang Januar haben wir ja zunächst viel Glück gehabt mit dem Wetter. Aber die letzte Woche im Grenzgebiet von Andalusien und Portugal mit Hochwasser, Dauerregen und immer neuen Sturmwarnungen hat keinen Spaß gemacht.

Unsere üblichen Plätze in der Natur kann man auf überfluteten oder zumindest matschigen Pisten nicht erreichen. Am Alqueva-Stausee sind fast alle freien Plätze überflutet. Und aufgrund immer neuer Sturmwarnungen müssen wir windgeschützte Plätze finden - bei Sturmböen bis 100 km/h schläft man im Wohnmobil nicht so gut :-)

Ein Vorteil des wohnmobilen Reisens ist ja, dass man nichts buchen und nichts stornieren muss sondern jederzeit den Reiseplan ändern kann.

Die Wochenprognose für die Alqueva-Region am Sonntag, dem 8. Februar


Hauptziel dieser Reise ist bisher Galicien. Hier die 14-Tage-Prognose für Vigo.


Seit Wochen folgt ein Tief mit gewaltigen Regenmassen dem nächsten. Die Karte zeigt die von Überschwemmungsgefahr betroffenen Gebiete. Auch die deutschen Medien haben in den letzten Tagen über die katastrophalen Folgen berichtet. Eigentlich wollten wir aus der Alqueva-Region quer durch Portugal an die Küste nördlich von Lissabon und dann in kleinen Etappen nordwärts nach Galicien. Beim Anblick dieser Karte nicht empfehlenswert!


Die Wetterprognose von WetterOnline für Katalonien am Beispiel der Stadt Palamós. Da wir kein Interesse an den kargen Bergen und Gewächshaus-Meeren im Südosten Spaniens haben, ist klar, wohin die Reise geht! Kurs Nordost!


08./09.02. Puebla de Guzman - Pomarão - Alqueva-Stamauer - Monsaraz 213 km

Bevor wir uns wie angekündigt auf den Weg nach Katalonien machen, fahren wir am Sonntag am Rio Guadiana flussaufwärts.

Von den Gärten unterhalb "unseres" Platzes am Ende der Straße in Pomarão ist noch nichts zu sehen.


Der Anleger, an dem am 3. Februar ein Mann von der Polizei vom Boot evakuiert wurde, ist verschwunden. Was mit dem Boot passiert ist, wissen wir nicht.


Die Höhe des Hochwassers in Mertola zeigt ein Vergleich mit einem Foto von unserem Besuch im Februar 2017.




Am Alqueva-Damm schießt das Wasser aus dem randvollen Stausee. Die Fotos zeigen Damm und See aus verschiedenen Perspektiven.






Die letzte Nacht in Portugal verbringen wir auf dem Parkplatz unter der Stadtmauer von Monsaraz. Auf einen Stadtbummel verzichten wir diesmal, kurz nach unserer Ankunft und den Fotos mit einigen Sonnenstrahlen beginnt es zu regnen. Wir waren früher schon mehrmals in dem hübschen Ort.







Hier geht es zum nächsten Teil dieses Reiseberichtes.


Hier geht es zur Gesamtübersicht dieses Reiseberichtes.


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